wetter2206Untersuchung der überirdischen Dinge

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Klagenfurt war kürzlich Ziel einer Exkursion der 5A- und 5Cn-Klasse im Rahmen des diesjährigen Geographieunterrichtes. Im Turm der ZAMG am Klagenfurter Flughafen erhielten die Schüler einen Einblick in die Meteorologie (= der altgriechischen Wortherkunft nach die „Untersuchung der überirdischen Dinge“) bzw. deren bekannteste Anwendungsgebiete: die Wettervorhersage und die Klimatologie.


Der Leiter der Forschungseinrichtung Mag. Christian Stefan und sein Team informierten die Schüler über das vielfältige Aufgabengebiet der Wetterdienststelle. Neben Kernaufgaben wie Vorhersagen und Warnungen betreue man Medien, Energieversorger, Einsatzorganisationen sowie Straßendienste, erstelle Klima- und Wettergutachten und biete Spezialprognosen bzw. Wetterberatungen für den Bereich Tourismus oder Landwirtschaft an.
Grundvoraussetzung für eine möglichst treffsichere Prognose (v.a. im kleinräumigen Bereich) ist ein möglichst dichtes Netz an Mess-Stationen. Mussten diese vor einigen Jahrzehnten noch von Mitarbeitern betreut werden (Ablesen der Messinstrumente dreimal täglich), erfolgt heute die Übermittlung der Daten quasi rund um die Uhr und vollautomatisch. Quecksilberthermometer, Messbecher und Schalenkreuz-Anemometer (Windmesser) gehören dabei der Vergangenheit an und wurden durch moderne Sensoren und Messgeräte ersetzt.

Doch nicht nur die Ausstattung einer Wetterstation hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Eine Darstellung der Temperaturmittelwerte in Österreich veranschaulichte eindrucksvoll, dass das sog. ´langjährige Temperaturmittel´ (1961-1990) seit 1990 permanent überschritten wurde. Angesichts solcher Zahlen und Daten eine Klimaerwärmung leugnen zu wollen, könnte höchstens einem amerikanischen Präsidenten einfallen…

Im zweiten Teil der Führung wurde erklärt, welche Ausgangsdaten für eine Wetterprognose überhaupt nötig sind und welche Vor- und Nachteile einzelne Vorhersagemodelle haben. Weiters wurden im Gespräch die ZAMG als Forschungseinrichtung des Bundes, privatwirtschaftliche Konkurrenz wie z.B. UBIMET, die Ausbildung zum Meteorologen und die Trefferwahrscheinlichkeit der Wettervorhersagen angesprochen und es wurde über Azorenhochs, Hurrikans, Gewitterbildung uvm. gefachsimpelt. 
Ein exklusiv erstellter Wetterbericht für den Bezirk Murau und damit verbunden der Ausblick auf ein wettertechnisch heiteres Wochenende beendete den äußerst informativen Vormittag an der Dienststelle der ZAMG Klagenfurt.

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