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Aus dem REISETAGEBUCH der 8A und 8B:

„Wir haben Oslo gerockt!“

Mittwoch, 16.09.2015:

Anreise: problemlos. Wetter: nebensächlich. Stimmung: top!

Donnerstag:

Opernhausführung, Besuch im Dom, Wachablöse, mit Wasser gefüllte Sneakers und als Beilage eine (für den Großteil der Klasse „sehr spezielle“!) Führung im Ibsen-Museum standen am Menüplan für diesen Tag.

Bereits der erste Blick am Morgen aus dem Fenster in unserer Unterkunft bereitete dem ein- oder anderen etwas Kummer: Es regnete! Darüber konnte auch nicht das Frühstück, welches von Hering über Müsli bis hin zum norwegischen Flatbrot alles bereithielt, was das Herz begehrte, hinwegtrösten. Nichtsdestotrotz waren wir alle hochmotiviert und bereit, Oslo zu erkunden. Unser erstes Ziel war das 2008 eröffnete Opernhaus, welches uns nicht nur von außen, sondern auch im Innenbereich durch die ausgefallene Architektur faszinierte. Wir durften eine Führung durch das 1100 [sic!] Räume umfassende Gebäude genießen, besichtigten den beeindruckenden Opernsaal und konnten sehen, was hinter den Kulissen abläuft. Vom Bühnenaufbau über Maskenbildner, Requisiteure und Näherinnen bei der Arbeit bis hin zu einer probenden Ballettgruppe bekamen wir viel zu sehen.

Auf dem Weg zur „Sentralstasjon“, dem Bahnhof in Oslo, legten wir einen kurzen Stopp beim sagenhaften Tiger ein, der Oslo einem Gedicht zufolge – den Beinamen „Tigerstadt“ einbrachte. Nach einer kurzen Besichtigung der von außen eher unscheinbar wirkenden Domkirche spazierten wir die Haupteinkaufsstraße entlang, vorbei an Parlament und Nationaltheater, zum königlichen Schloss, um die Wachablöse mitzuerleben. Die Wachen (darunter auch einige Damen) trotzten wie wir dem immer wieder schauerartig wiederkehrenden Regen und wir konnten trotzdem viele tolle Fotos machen.

Abschließend besuchten wir das Henrik-Ibsen-Museum, in dem wir nicht nur über den Schriftsteller (und seine teils schrulligen Eigenarten) informiert wurden, sondern auch seine Wohnräume besichtigen konnten. Danach hatten wir die Möglichkeit, ins Quartier zurückzufahren. Während ein Teil der Klasse Oslo bei einem abendlichen (kulinarisch-kulturellen) Rundgang genoss, nahmen viele von uns die „musikalische Nachspeise“, die Premiere des Musicals „Mary Poppins“ zu sich. Besonders beeindruckend war das aufwändig gestaltete Bühnenbild und es war äußerst unterhaltsam, den Darstellern beim Singen und bei den tollen Tanzchoreographien zuzusehen. Alles in allem ein toller erster Tag in Oslo!

(Romana Stocker/Christina Wagner)

Freitag:

Wenn Englein reisen… Bei ab jetzt bis zum Ende der Reise schönem Herbstwetter führte uns Johanna, unser „guide of the day“, am Vormittag zum Popsenteret. Die offensichtlich höchst motivierten Mitarbeiter (ein Opernsänger sowie ein klassischer Sänger, der u.a. im letzten Jahr in der nationalen Ausscheidung des Eurovision Songcontest teilnahm und eine Musikjournalistin) weihten uns gleich in das Geheimnis ein, dass wir heute noch „Rockstars“ werden würden. Unsere Begeisterung hielt sich vorerst in Grenzen und wir waren skeptisch, wie unsere Karriere verlaufen wird. Vor unserem Aufstieg (?) zum Popstar gingen wir durch die Ausstellung, in der die Geschichte der norwegischen Popkultur auf eine interessante Art und Weise seh- und hörbar dargestellt wurde.

Dann wurde es aber ernst und unsere Karriere nahm ihren Lauf. Wir wurden dazu aufgefordert, Gruppen zu bilden, eine Band zu gründen und natürlich einen passenden Namen zu finden. Nach einigen sangestechnischen Aufwärmübungen mit unserem Vocal-Coach und einem ersten Versuch, das Lied „Take on me“ von A-HA zu singen (live-Mitschnitte: https://youtu.be/hmBZK7PQva8 und https://youtu.be/ycBykqAg1KA), hatten die neugegründeten Bands „HavannaBanana“, „HPBaxxterTributeBand“, „Oachkatzlschwoafler“ und „WeDontKnowItYet“ Zeit, ihren Song einzustudieren. Zwischendurch stand ein Fotoshooting für das Coverfoto auf dem Terminplan. Nach dem professionellen Posen im Fotostudio ging es weiter ins Tonstudio, wo der einstudierte Song dann aufgenommen wurde. Anschließend konnte jede Band den eingesungenen Song noch selbst mixen und das Cover designen. Unsere Begeisterung war kaum zu bremsen und so wurde die für 90 Minuten anberaumte „session“ schließlich erst nach über zwei Stunden (und das erst auf Drängen unseres Coachs) beendet. Die Song-Versionen unserer Bands sind im Internet abrufbar:

HavannaBanana: https://youtu.be/-vkZaJ1nUk8

HPBaxxterTributeBand: https://youtu.be/ZQHJvAI3Cj4

Oachkatzlschwoafler: https://youtu.be/Ao0QHof088I

WeDontKnowItYet: https://youtu.be/l-sxrNlBrck

Anm.: Gerüchte, wonach die Professoren Meyer und Stöhs mit den Bands vertraglich vereinbart hätten, im Erfolgsfall deren Management zu übernehmen, haben sich nicht bewahrheitet. Beide wollen eigenen Angaben zufolge weiterhin ausschließlich im „BORG-Business“ tätig sein.

Nach dem Spaziergang zur Akershus-Festung und einer Mittagspause (von vielen im Hardrock Cafe verbracht) machten wir uns auf den Weg in die Nationalgalerie, um an einer Führung, die sich v.a. rund um Edvard Munch drehte, teilzunehmen. Beeindruckt von der Ausdruckskraft seiner Werke ließen wir es und nicht nehmen, ein Klassenfoto vor dem berühmten „Der Schrei“ zu machen (siehe unten). Abschließend genossen wir noch einen Rundgang durch das Haus und bestaunten zahlreiche Werke namhafter Künstler wie u.a. Renoir, van Gogh, Monet oder Picasso u.v.a.m.

Unser nächster Punkt war das Rathaus, welches uns durch den großen Saal, in dem jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird, beeindrucken konnte. Der Hafen, in unmittelbarer Nähe zum Rathaus wurde als Nächstes von unzähligen Kameras abgelichtet. Nun durften wir auf eigene Faust durch Oslo streifen. Durch die gute Vorbereitung unserer Professoren konnten wird uns dann schon am zweiten Tag alleine, ohne uns zu verlaufen, in der Stadt zurechtfinden. Einige erkundeten die Shops und Cafés im modernen Viertel Aker Brygge, andere machten sich im Licht der untergehenden Sonne auf in Richtung Akershus-Festung oder feuerten die Athleten eines Charity-Laufes an, der am Vorabend des Oslo-Marathon durchgeführt wurde. Ein erlebnisreicher Tag 2 ging zu Ende.

(Irina Teufel/Laura Wagner)

Samstag:

„Heja, heja, heja!“ (- Entspricht in etwa dem österreichischen „Hopp, hopp, hopp!“)

„10.30 Uhr Treffpunkt am Hafen, direkt vor dem Rathaus. Kommt aber vielleicht etwas früher, wegen dem Marathon, der morgen stattfindet!“ – Soweit die Anweisung, die unsere „Reiseleitung“, Frau Prof. Meyer am Vorabend gab.

Blöd nur, wenn man erst eine Stunde vor dem verabredeten Zeitpunkt den Weg aus den Betten findet und sich den Weg durch die Großstadt Oslo bahnen muss. Im Laufschritt ging es zum Hafen, mit ein paar Umwegen – bedingt durch Sperren aufgrund des Marathons. Unsere Langschläfer-Herrengruppe kreuzte öfters mal die Marathonstrecke und kann somit stolz von sich behaupten, beim Oslo-Marathon mitgelaufen zu sein. Trotzdem erreichten wir vorzeitig den Hafen und hatten Zeit, die Marathonläufer beim Start lautstark norwegisch anzufeuern: „Heja, heja, heja!“ Besondere Aufmerksamkeit erregten wir aber nicht nur durch manche „La-Ola-Darbietung“, sondern auch durch unser zünftige Kleidung: kurze Lederhosen!

Bei schönstem Wetter bestiegen wir ein Segelboot und starteten zu einer Hafen- bzw. Fjordrundfahrt, während der wir ein wunderschöne Aussicht u.a. auf die Festung, das Opernhaus, zahlreiche kleine Inseln mit den für Norwegen typischen roten Holzhäusern, das Rathaus und die Holmenkollenschanze hatten. Nach über einer Stunde legten wir auf der Museumshalbinsel an, was wir gleich auf einem Klassenfoto festhielten. Danach konnten wir uns eigenständig die Museen ansehen:

Das erste Museum, das wir besuchten, war das Kon-Tiki-Museum mit einem Boot aus Papyrus und einem Balsaholzfloss, mit dem der berühmte Forscher Thor Heyerdahl viele Ozeane überquerte. Im Fram-Museum konnte man eine Erkundungstour auf dem originalen Polarschiff machen und u.a. Maschinenräume, Kombüse und Kabinen besichtigen und in einer Kältekammer einen Eindruck davon bekommen, WIE kalt es am Nord- und Südpol bei solchen Expeditionen ist.

Es folgte das Volksmuseum. Dort lauschten wir einem sehr interessant vortragenden Führer, der uns viele Informationen zu den berühmten Stabkirchen, aber auch zur Bauweise der alten norwegischen Holzhäuser, zu Werkzeugen, Sitten und Gebräuchen alter Zeiten vermitteln konnte. Bei einer halbstündigen Vorführung norwegischer Volksmusik durften wir den Gesängen und Geigenkünsten (auf dem Traditionsinstrument Hardanger-Fiedel) einer Musikerin lauschen. Ein Highlight! (Hörprobe: Hier klicken)

Weiter ging es. Wohin? In´s Museum. Diesmal mit Wikingerschiffen. Mag der Tagesablauf vollgepackt mit Museen vielleicht erst einmal langweilig klingen, war es aufgrund der unterschiedlichen Präsentationen für uns hingegen sehr kurzweilig und ein wirklich spannender und informativer Tag, den einige unserer Klasse noch kulturell ausklingen ließen: Die Klassenvorstände hatten für die Ballettinteressierten noch Karten für die Premiere von „Manon“ im Opernhaus ergattern können. Auch der dritte Tag verlief somit äußerst abwechslungs- und ereignisreich!

(Marie Grassl/Hubert Köll)

Sonntag:

Søndag – Auf in den Skulpturenpark von Gustav Vigeland! Das sind beinahe zweihundert Figuren (Menschen jeden Alters in allen möglichen und unmöglichen Posen) aus Bronze und Granit, die der Phantasie freien Lauf lassen. Berühmt ist der kleine Trotzkopf, den wir gleich als „Vorbild“ für ein „trotziges“ Gruppenfoto nahmen. Die Zeit im Kreise dieser Skulpturen verging wie im Flug und bald schon wurde es Zeit für den sportlichen Part unserer Oslo-Reise:

Gesammelt fuhr die Klasse mit der T-Bane (U-Bahn) in Richtung Holmenkollen, um die berühmte Skisprungschanze, die man normalerweise nur aus dem Fernsehen kennt, zu besichtigen.

Wir fuhren sogar noch ein Stück weiter den Berg hinauf, fast auf den „Gipfel“ (469m Seehöhe), um im Frognersenter einen wunderschönen Ausblick über den gesamten Oslofjord und auch den legendären Apfelkuchen zu genießen.

Gestärkt marschierten wir zur Schanze und konnten auch einen kurzen Blick auf die Königliche Kapelle werfen. Dass just in dem Moment, als wir an der Kapelle vorbeispazierten, die Glocken zu läuten begannen, werten wir als ein Zeichen besonderer Gastfreundschaft, manche sagen aber auch schlicht „Zufall“ dazu. Von Flying Fox, einem Wintersportmuseum bis hin zu einem Skisprungsimulator – begeistert nutzten wir die vielen Möglichkeiten, die der Holmenkollen zu bieten hat und staunten über die Größe einer solchen Schanze.

Wieder zurück in der Stadt besuchten wir die MagicIce-Bar, kleideten uns in warme Umhänge, bestaunten die aus Eis geschnitzten Kunstwerke und genossen einen „coolen“ Fruchtdrink aus Eisbechern. Nach einer halben Stunde bei -5°C zog es uns aber wieder hinaus „ins Warme“ und wir machten uns auf den Weg in unser Quartier.

Dort wurden die wichtigsten Dinge für die anstehende Heimreise besprochen und mit Hilfe von Prof. Stöhs der Versuch unternommen, die im D-Unterricht aufgetragene Hausübung „abzuliefern“. Das Ergebnis kann man sich unter folgendem Link ansehen/-hören: https://youtu.be/fAAbgSBo-3c

Mit dem norwegischen Nationalgericht „Finnbiff“, einem Rentierragout, ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

(Miriam Leeb)

Montag:

Nachdem die letzten norwegischen Kronen in (kulinarische) Mitbringsel investiert und die Koffer gepackt waren, brachte uns unser Bus zum Flughafen Gardermoen. Der Rückflug und die Heimreise von Wien verliefen planmäßig. Mit vielen positiven Eindrücken vom Gesehenen und Erlebten, aber auch von der Freundlichkeit und Offenheit der norwegischen Bevölkerung kehrten wir nach Murau zurück, um nunmehr voller Motivation ins neue Schuljahr zu starten.

Wir bedanken uns beim Elternverein unserer Schule für die Übernahme eines Teiles der Buskosten für den Transfer Murau-Wien!

 

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